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Integrierte Rehabilitation (Beispiel Mamma CA)

Neues Konzept zur Optimierung der Reha-Behandlung

Zielsetzung der Rehabilitation ist, das Leben nach oder mit einer Tumorerkrankung so optimal wie möglich zu gestalten

  • durch Minderung körperlicher, psychischer, sozialer und beruflicher Auswirkungen der Krankheit und
  • Ermöglichung einer optimalen Teilhabe am Alltagsleben.

I. Rehabilitation Standardverfahren:

Entsprechend dem bisher praktizierten Verfahren folgt nach der Diagnosestellung die Operation. Daran schließen sich die adjuvanten Therapien wie Radiotherapie oder Chemotherapie oder Chemotherapie und Radiotherapie an. Die Rehabehandlung folgt ganz am Schluss.

Das bedeutet, dass sich der Patient durch die Abfolge von Therapien, die alle mehr oder weniger belastend sind, in seinem Allgemeinzustand und in seiner Befindlichkeit immer weiter abwärts bewegt  (siehe Schaubild rechts, untere Kurve).

Dieser Ablauf wird zum Wohle der Patienten geändert durch die Integration der Reha-Behandlung in den Therapieablauf.

II. Integrierte Rehabilitation:                            

Integrierte Reha bedeutet, das die Rehabilitation sofort nach der Operation  erfolgt. Nach der Operation befindet sich der Patient körperlich und vor allem seelisch in einem ausgeprägten Tief. Durch die frühzeitige postoperative Rehabilitation können die Patienten rasch sowohl in ihren körperlichen Funktionen als auch in ihrer psychischen Befindlichkeit gebessert werden. Selbst durch eine zweiwöchige Rehabilitation kommen die Patienten in eine wesentlich bessere körperliche und psychische Kondition.

Die dann folgenden, adjuvanten Therapien wie Chemo- und Radiotherapie werden auf einem höheren Niveau der Befindlichkeit durchlaufen und besser vertragen (siehe Schaubild rechts, obere Kurve). Man sollte auch nicht die stark motivierende Wirkung der Rehabilitation übersehen. Der Unterschied zwischen den beiden Kurven in Abb. 1 stellt den Gewinn an Lebensqualität dar.

Die Wertigkeit der Integrativen Rehabilitation wird in einer prospektiv randomisierten multizentrischen Studie mit Unterstützung der Deutschen Rentenversicherung geprüft.
Prüfärzte sind die Professoren K. Schumacher, Rehaklinik IRMA, H. H. Bartsch und J. Weis, Rehaklinik an der Klinik für Tumorbiologie, Freiburg.